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Gate (Entscheidungspunkt)

Ein Gate steht zwischen zwei Schritten einer Wertschöpfungskette und hält fest, dass dort entschieden wird: weiter, warten, zurück oder abbrechen.

Viele Abläufe kennen Punkte, an denen nicht einfach weitergearbeitet wird, sondern jemand entscheidet — ein Go/No-Go vor dem Angebot, eine Investitionsfreigabe, die Abnahme am Projektende. Solche Punkte sind mehr als eine Kante: sie haben Kriterien, einen Termin, ein Ergebnis und eine Rolle, die entscheidet. Deshalb ist ein Gate ein eigener Datensatz — mit eigener Historie, eigener Freigabe und eigenen Prüfregeln.

Das Gate ist ein eigener Entitätstyp im Modul Wertschöpfung. Er steht bei jedem Mandanten bereit. Wer ihn nicht braucht, kann ihn unter Einstellungen › Entitätstypen löschen; er wird dann nicht wieder angelegt.

Auf der Seite Wertschöpfung öffnet der Knopf Neu ▾ eine Auswahl: dort Gate wählen. Das Formular zeigt die Felder des Gates, nicht die eines Prozessschritts.

FeldBedeutung
KriterienWoran die Entscheidung gemessen wird.
ErgebnisOffen, Go, Hold, Recycle oder Kill.
TerminWann entschieden wird.
StatusAktiv oder archiviert.

Ein Gate erscheint als Raute — so ist es auf den ersten Blick von einem Prozessschritt zu unterscheiden. Ein farbiger Punkt neben dem Ergebnis zeigt den Stand: grün für Go, gelb für Hold und Recycle, rot für Kill. Das Ergebnis steht immer auch als Wort daneben.

Ein Gate wird wie ein Schritt über „hängt ab von” (DEPENDS_ON) eingebunden:

  • Das Gate hängt vom Schritt davor ab.
  • Der Schritt danach hängt vom Gate ab.

Die Kante, die aus dem Gate herausführt, trägt ihren Ausgang — Go, Hold, Recycle oder Kill. Er steht an der Linie, wenn im Explorer die Kantenattribute eingeblendet sind. So lassen sich auch mehrere Ausgänge zeichnen, etwa ein Go-Pfad nach vorne und ein Recycle-Pfad zurück.

Die entscheidende Rolle wird über „entscheidet über” (DECIDES_ON) mit dem Gate verbunden. Damit steht an der Rolle, über welche Gates sie entscheidet — und Prüfregeln können etwa melden, wenn ein Gate keinen Entscheider hat.

Ein Gate steuert keinen Ablauf. Es dokumentiert die Entscheidung und ihren Stand; kein Prozess wird dadurch angehalten oder freigeschaltet.