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Wertschöpfung

Abhängigkeiten · Data Nodes

  • Bezüge zu: —
  • Wird bezogen von: KI Agenten (über AGENT_SUPPORTS_PROCESS), Kompetenzen (über ASSESSED_IN), Bedarfe (über ORIGINATES_FROM)

Wertströme strukturieren, wie Arbeit erledigt wird: regelmäßige Tätigkeiten, Workflows und Wertschöpfungsketten.

Ein Wertstrom ist nicht die kleinste und nicht die größte Einheit, sondern eine von vier Ebenen. Das Feld Ebene sagt, auf welcher ein Datensatz liegt:

EbeneWas damit gemeint ist
WertschöpfungsketteDas Ganze, von außen betrachtet — „Lead-to-Cash”, „Meter-to-Cash”.
WertstromEin Glied dieser Kette, das für sich einen Beitrag leistet.
TeilstromEine Zerlegung davon, wenn ein Wertstrom zu grob ist.
TätigkeitDer einzelne Handgriff, der nicht weiter zerlegt wird.

Die Ebene ist kein Pflichtfeld. Sie zu pflegen lohnt sich, sobald du wissen willst, ob ein Bereich vollständig zerlegt ist oder ob eine Tätigkeit ohne Verantwortlichen dasteht — beide Fragen brauchen die Unterscheidung.

„Wertstrom” meint hier die Gliederung der Arbeit: wer wofür zuständig ist und was worauf folgt. Es ist keine Wertstromanalyse im Lean-Sinn. roleALPHA erfasst weder Durchlaufzeit noch Wartezeit, Bestände, Rüstzeiten oder Flusseffizienz, und rechnet keine Taktzeiten aus. Wer diese Kennzahlen braucht, braucht ein anderes Werkzeug — das ist eine bewusste Grenze, keine offene Aufgabe. Die verwandte Abgrenzung zum Process Mining steht im Glossar.

Was es sehr wohl gibt, ist der gebuchte Aufwand je Wertstrom (siehe unten) — eine Ist-Größe über Arbeitszeit, ausdrücklich keine Durchlaufzeit und nie personenbezogen.

Ein Wertstrom bündelt eine Tätigkeit mit Status, Häufigkeit und Verantwortlichen. Wertströme können voneinander abhängen — ein Onboarding-Wertstrom hängt z.B. von einem Genehmigungsprozess ab. Diese Verkettung macht der Explorer sichtbar.

Beim Öffnen der Seite steht das Bild — der Explorer, siehe unten. Über den View-Umschalter kommst du jederzeit zur Listenansicht.

Listenansicht

Seit 09/2026 zeichnet der Explorer das Bild der Wertschöpfung — dieselbe Fläche wie in jedem anderen Bereich. Die frühere eigene Wertstromkarte ist entfallen; sie zeigte dasselbe (gemessen: gleiche Knoten, gleiche Verbindungen, gleiche Gruppen), konnte aber nur ein Aussehen. Was eine Karte zeigt und was ein Kasten umschließt, sagt jetzt der Entitätstyp über seine Deklaration — ein Mandant kann das einstellen.

Was du damit gewinnst: Suche und Filter wirken auf dem Bild, deine Anordnung bleibt für den Besuch erhalten, Karten lassen sich markieren und gemeinsam bearbeiten, das Rechtsklick-Menü ist deutlich reicher, und die Verbindungen tragen ihre Namen und Werte.

Kreisförmige Abhängigkeiten meldet nicht mehr die Ansicht, sondern die Governance-Analyse (governance.relationship-cycle). Sie sieht den ganzen Mandanten statt nur einer Ansicht, nennt die Kette im Klartext und schlägt vor, welche Beziehung zu lösen ist.

  • DEPENDS_ON (Wertstrom → Wertstrom) — Abhängigkeitskette
  • EXECUTES (Person → Wertstrom) — Person führt den Wertstrom aus
  • OWNS (Person/Rolle → Wertstrom) — Process-Owner
  • ASSESSED_IN (Kompetenz → Wertstrom) — Kompetenz wird im Wertstrom bewertet
  • BELONGS_TO (Wertstrom → Organigramm/Kostenstelle) — strukturelle Verortung

Details: Beziehungstypen.

{
"type": "object",
"properties": {
"description": { "type": "string", "title": "Beschreibung" },
"status": {
"type": "string",
"title": "Status",
"enum": ["Aktiv", "In Überprüfung", "Archiviert"]
},
"frequency": {
"type": "string",
"title": "Häufigkeit",
"enum": ["Täglich", "Wöchentlich", "Monatlich", "Quartalsweise", "Jährlich"]
}
},
"required": ["description"]
}

Erweiterungs-Ideen: inputs und outputs als Arrays, duration, tooling, kpis. Schema-Optionen im Detail: JSON-Schema für Entitätstypen.

Ein Wertstrom verbraucht Kapazität, bevor ein einziges Projekt beginnt — und das ist in den meisten Organisationen der größere Anteil. Am Wertstrom lässt sich das aussprechen: ein laufender Bedarf („60 Stunden je Monat, ab 1. Januar, ohne Enddatum”) macht den Betrieb in derselben Auslastung sichtbar wie die Vorhaben.

Der Unterschied ist grundsätzlich: heute konkurriert der Betrieb mit Projekten um dieselben Menschen, taucht aber in keiner Planung auf — mit dem bekannten Ergebnis, dass Vorhaben scheitern, weil „das Tagesgeschäft dazwischenkam”.

Weil ein Wertstromschritt selbst wieder ein Wertstrom ist, hängen Bedarfe, Zuweisungen und Buchungen bereits an Schritten. Der Reports-Tab setzt das zusammen: eine Zeile je Schritt mit Bedarf, Plan und Ist — und hervorgehoben der Schritt, auf den gebucht wird, ohne dass Bedarf hinterlegt ist. Siehe Auswertungen zur Bedarfsplanung und Laufender Betrieb und Vorhaben.

In der Detailansicht eines Wertstroms siehst du:

  • Beschreibung als Lead-Text
  • Status und Häufigkeit als Badges
  • Vor- und nachgelagerte Wertströme (DEPENDS_ON in beide Richtungen)
  • Verantwortliche und Ausführende via OWNS/EXECUTES

Detailansicht

Wenn dein eigener Beziehungstyp die Reihenfolge nicht ordnet

Abschnitt betitelt „Wenn dein eigener Beziehungstyp die Reihenfolge nicht ordnet“

Der Explorer zeichnet jede Beziehung — aber die Reihenfolge ordnet er nur über Beziehungstypen, deren Rolle im Graphen bekannt ist. Einer ohne Rolle wird als unbestimmte Kante in Warnfarbe gezeichnet: die Verbindung ist sichtbar, sie legt die Schritte aber nicht hintereinander. Für die mitgelieferten Typen (DEPENDS_ON, HAS_SUBPROCESS) ist die Rolle hinterlegt.

Bei einem eigenen Typnamen wird sie aus dem Namen erschlossen — das gelingt bei Namen wie „Vorgängerschritt”, nicht aber bei „Vorbereitung”. In diesem Fall kannst du die Rolle ausdrücklich hinterlegen: im Beziehungstyp unter Bedeutung das Feld x-graph-role setzen, mit einem dieser Werte:

WertBedeutung
order-predecessorReihenfolge: das Ziel kommt vor der Quelle
hierarchy-parentZerlegung: die Quelle ist das übergeordnete Element
assignmenteine Person oder ein Agent übernimmt etwas
coveragejemand ist verantwortlich oder rechenschaftspflichtig
membershipZugehörigkeit zu einer Gruppe oder Einheit

Eine hinterlegte Rolle gewinnt immer gegen das Erschließen aus dem Namen. Damit lässt sich auch der umgekehrte Fall beheben: ein Typ namens „Subvention” würde sonst wegen „sub” als Zerlegung gelesen.

Modellierst du „A hängt von B ab” und „B hängt von A ab”, gibt es keine gültige Reihenfolge mehr. Der Explorer bleibt benutzbar und zeichnet beide Kanten — er kann die Schritte nur nicht mehr hintereinander legen.

Benannt wird der Widerspruch im Governance Mining: der Befund Kreisschluss nennt die beteiligten Wertströme als Kette. Löse eine der Abhängigkeiten auf, dann verschwindet er.