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Laufender Betrieb und Vorhaben

Arbeit entsteht nicht nur aus Vorhaben. Deshalb kennt ein Bedarf zwei Arten — und sie unterscheiden sich in genau einem Punkt: wie die Menge angegeben wird.

Vorhaben (Change)Laufender Betrieb (Run)
Typisch ausOKR, ProjektWertstrom, Rollen-Sollbesetzung
MengeGesamtstunden über den ZeitraumStunden je Periode
EnddatumPflichtOptional — ein laufender Bedarf endet nicht
Beispiel320 h zwischen 1. Oktober und 31. Dezember60 h je Monat, ab 1. Januar

Alles andere ist gleich: dasselbe Profil, dieselbe Zuweisung, dieselbe Deckung, dieselben Auswertungen. Zwei getrennte Objekte wären eine Verdopplung — und die Frage „wie viel Betrieb, wie viel Veränderung?” ließe sich dann gerade nicht in einer Auswertung beantworten.

Vorhaben: die Gesamtmenge wird über die Perioden verteilt. Die Summe entspricht exakt der Gesamtmenge — auch wenn nichts glatt aufgeht. Über die Verteilung lässt sich steuern, ob vorne oder hinten mehr Aufwand liegt.

Laufender Betrieb: jede Periode trägt dieselbe Menge. Es wird nichts verteilt — die Angabe ist je Periode gemeint.

In beiden Fällen werden angebrochene Randperioden anteilig gerechnet. Ein laufender Bedarf, der am 20. eines Monats beginnt, braucht in diesem Monat nicht die volle Monatsmenge; wer das ignoriert, plant den ersten Monat systematisch zu voll.

Ein laufender Bedarf ohne Enddatum würde ins Unendliche rechnen. Stattdessen endet sein Raster am Planungshorizont — standardmäßig zwölf Perioden.

Zwei Folgen, die man kennen sollte:

  • „Gedeckt” heißt hier: für die absehbare Zeit gedeckt. Ein laufender Bedarf wird nie „abgehakt”.
  • Jenseits des Horizonts gibt es keine Zahl. Das ist Absicht: eine Deckungsaussage für „in drei Jahren” wäre erfunden.

Ein Bedarf, dessen Start in der Vergangenheit liegt, beginnt trotzdem dort. Vergangene Perioden wegzulassen hieße, eine Unterdeckung rückwirkend verschwinden zu lassen.

Die Mengenfelder hängen an der Art: bei einem Vorhaben zählt der Gesamtbedarf, beim laufenden Betrieb der Bedarf je Periode. Wechselst du die Art, bleibt der alte Wert im Datensatz stehen, wird aber nicht mehr gelesen — der Bedarf gilt dann als nicht bezifferbar, bis das passende Feld gefüllt ist. Das ist bewusst so: die alte Zahl in der neuen Bedeutung weiterzuverwenden wäre eine stillschweigende Umdeutung.