Org Intelligence
Org Intelligence zeigt dir, wie deine Organisation tatsächlich funktioniert — im Vergleich zu dem, was formal definiert ist. Während roleALPHA Rollen, Wertströme und Organigramme als formale Struktur abbildet, sammelt Org Intelligence anonymisierte Interaktionssignale aus externen Systemen: wer arbeitet mit wem zusammen, welche Wertströme werden tatsächlich gelebt, wo gibt es informelle Führungspersonen?
Voraussetzung: Der Data Node Org Intelligence (
ra-signals) ist für deinen Tenant eingeschaltet.
Du erreichst Org Intelligence über die Sidebar unter Einstellungen → Daten & Struktur → Org Intelligence (/signals). Die Seite ist nur für Tenant-Admins und Platform-Admins sichtbar.
Einschalten
Abschnitt betitelt „Einschalten“Org Intelligence ist ein Data Node wie jedes Fachmodul. Du schaltest ihn als Tenant-Admin selbst ein — unter Einstellungen › Data Nodes (Data Nodes). Eine zusätzliche Freischaltung gibt es seit Oktober 2026 nicht mehr: Vorher brauchte es neben dem Dienst noch die Funktion „Org Intelligence” im Abonnement, und wer nur den Data Node einschaltete, stand vor gesperrten Seiten.
- Ist der Data Node eingeschaltet, erscheint der Menüpunkt für die Admins dieses Tenants, und alle Signal-Auswertungen (auch die Signal-Reports im Aggregator) stehen offen.
- Ist er aus, antworten die Signal-Seiten mit „nicht eingeschaltet” — die übrigen Daten des Tenants bleiben unberührt.
- Ein Platform-Admin kann den Data Node im Auftrag einschalten; er gibt dafür einen Grund an, der im Protokoll der Data-Node-Seite erscheint.
Bestehende Tenants, die die frühere Funktion gebucht hatten, wurden beim Update übernommen: Wo der Data Node noch nie geschaltet war, ist er jetzt eingeschaltet. Hatte der Tenant-Admin ihn ausdrücklich ausgeschaltet, gilt diese Entscheidung.
Die Server prüfen die Freischaltung mit einer Verzögerung von bis zu fünf Minuten (Zwischenspeicher je Dienst). Direkt nach dem Einschalten kann eine Signal-Seite also noch kurz gesperrt sein.
Fehlerbehebung: keine Datenquelle auswählbar
Abschnitt betitelt „Fehlerbehebung: keine Datenquelle auswählbar“Lässt sich im Dialog „Neue Quelle” kein Quelltyp auswählen (leere Liste), ist der Dienst ra-signals für den Tenant nicht erreichbar. Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
- Schema vorhanden: Die
ra-signals-Tabellen müssen in der Datenbank existieren. In Produktion legt der Fachservice-Deploy sie viadrizzle-kit migratean (nicht-destruktiv, kein Datenverlust). Im Log von ra-signals darf nichtrelation "signal_sources" does not existstehen. - Data Node eingeschaltet: Der Data Node Org Intelligence muss unter Data Nodes eingeschaltet und eingerichtet sein. Erst dann entsteht der
service_registry-Eintrag fürsignals. Fehlt er, antwortet der Core-Proxy mit503 Service 'signals' not registeredund Liste sowie Dropdown bleiben leer.
Als Platform-Admin wird der aktuell im Tenant-Umschalter gewählte Tenant verwendet — Datenquellen und Signale beziehen sich auf diesen Tenant, nicht auf deinen Heimat-Tenant. Tenant-Admins arbeiten ausschließlich auf ihrem eigenen Tenant.
Was wird gemessen?
Abschnitt betitelt „Was wird gemessen?“Org Intelligence wertet ausschließlich Metadaten aus — keine Inhalte von Nachrichten, Dokumenten oder Meetings:
| Signal | Bedeutung |
|---|---|
| Teams-Kanal-Koaktivität | Wer ist gleichzeitig Mitglied derselben Kanäle |
| Call-Teilnahme | Wer hat an denselben Video-Calls teilgenommen |
| Kalender-Meetings | Wer teilt regelmäßige Meetings |
| Dokument-Co-Autorschaft | Wer bearbeitet dieselben Dokumente |
| Kommentar-Interaktion | Wer kommentiert auf denselben Seiten |
| Jira-Co-Assignees | Wer arbeitet an denselben Tickets |
Datenschutz
Abschnitt betitelt „Datenschutz“- Pseudonymisierung: Externe Benutzer-IDs werden sofort beim Einlesen gehasht (SHA-256). Klarnamen verlassen die Collector-Schicht nicht. Das ist pseudonym, nicht anonym — ein Hash über eine bekannte Kennung ist umkehrbar, wenn man den Eingaberaum kennt, und die DSGVO gilt weiter.
- Mindestgruppengröße: Unterhalb einer Mindestanzahl von Interaktionen bzw. Beteiligten erscheint keine Kennzahl — Einzelereignisse tauchen nicht auf. Die Schwelle hat einen technischen Boden, den ein Mandant nur nach oben verändern kann: sie zu senken wäre die Aufhebung der Pseudonymisierungszusage, weil eine Aussage über eine Gruppe von einem Menschen eine Aussage über diesen Menschen ist.
- 90-Tage-TTL: Alle Signaldaten werden nach 90 Tagen automatisch gelöscht.
- Personen-Mapping opt-in: Die Verknüpfung von Signal-Akteuren mit roleALPHA-Personen erfolgt nur auf explizite Aktion des Admins. Ist zu wenig zugeordnet, nennt die Auswertung keine Quote, sondern den Grund — eine Quote über schlecht zugeordnete Daten wäre eine Aussage über die Zuordnungspflege und nicht über die Organisation.
- Einstufung relativ, nicht absolut: Wie auffällig ein Wert ist, wird am Perzentil der beobachteten Häufigkeiten gemessen. Eine absolute Grenze („ab 50 Interaktionen”) bedeutet in einer Organisation mit 20 Mitarbeitern etwas völlig anderes als in einer mit 2.000.
Die geltenden Zahlen stehen in der Anwendung, nicht hier. Unter Governance Mining → Auswertungsrahmen erzeugt die Plattform eine Verarbeitungsbeschreibung mit den Schwellen und Fristen, die für deinen Mandanten tatsächlich wirksam sind — mit Fassung und Datum. Diese Seite erklärt die Regel; die Werte dort sind maßgeblich. So kann keine Zahl in der Dokumentation von der Zahl in der Software abweichen.
Was kann ich damit tun?
Abschnitt betitelt „Was kann ich damit tun?“- Datenquellen konfigurieren: Verschiedene externe Systeme als Quellen einrichten → Datenquellen konfigurieren
- Personen-Mapping: Signal-Akteure mit Personen verknüpfen → Personen-Mapping
- Org-Intelligence-Reports: Formale vs. gelebte Struktur analysieren → Org-Intelligence-Reports
Verwandt
Abschnitt betitelt „Verwandt“- Aggregator — Reports auf Basis von Org-Intelligence-Signalen
- Datenquellen konfigurieren — Datenquellen konfigurieren
- Personen-Mapping — Personen-Mapping einrichten
- Org-Intelligence-Reports — Vergleichs-Reports verstehen