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Die Kandidatenliste lesen

Zu einem ausgewählten Bedarf zeigt die Ressourcenplanung, welche Organisationsmitglieder passen — Menschen und KI-Agenten in derselben Liste.

Jede Zeile trägt drei getrennte Aussagen, keine verrechnete:

AchseMögliche Urteile
Tätigkeiterfüllt die Rolle · keine Rolle gefordert · andere Rolle
Könnenje gefordertem Skill: erfüllt · unter Stufe · fehlt · nicht vergleichbar
VerfügbarkeitKapazität reicht · teilweise · nichts frei · Grenze nicht hinterlegt

Eine einzelne Prozentzahl wäre bequem — und würde genau die Unterscheidung vernichten, auf die es ankommt. Dass jemand fachlich passt, aber keine Zeit hat, führt zu einer anderen Handlung als hat Zeit, aber kann es nicht. Verrechnet man beides, sehen die zwei Fälle gleich aus, und der Vorschlag wird unbrauchbar.

Sortiert wird trotzdem, und zwar als Rangfolge von Kriterien: erst Tätigkeitspassung, dann wenige Lücken im Können, dann Kapazität, dann Name.

  • „nicht vergleichbar” — eine Stufenangabe fehlt. Das ist ein Mangel des Modells, nicht der Person. Es als Lücke zu zählen würde jeden Mandanten, der ohne Stufen arbeitet, mit Falschmeldungen überziehen.
  • „keine Rolle gefordert” — der Bedarf nennt keine Rolle. Kein Malus, sondern schlicht nichts zu prüfen.
  • „teilweise” — das Mitglied kann einen Teil übernehmen. Das ist der Normalfall und kein Ausschluss: Zuweisungen sind von Natur aus Teilmengen.
  • „Grenze nicht hinterlegt” — für dieses Mitglied ist keine Kapazität erfasst. Das heißt nicht „unbegrenzt”, sondern „unbekannt”. Ein Mitglied ohne hinterlegte Grenze wird deshalb auch nicht vor jemandem mit bekannter Teilkapazität einsortiert — sonst würde eine Modell-Lücke belohnt.

Steht am Ausüben einer Rolle ein Zeitanteil (fte), zeigt die Liste ihn als Vergleichslinie — „modellierter Anteil: 50 %”. Er wird gelesen, nicht durchgesetzt: wer laut Modell halbtags in einer Rolle steckt, darf trotzdem mehr eingeplant werden. Die Zahl macht die Abweichung sichtbar, sie verbietet sie nicht.

Die Kompetenzstufen sind mandanteneigen und stehen am Beziehungstyp. Stimmen die Skalen von erfordert und besitzt nicht überein, vergleicht man Ränge aus verschiedenen Systemen — das Ergebnis wäre plausibel und falsch. Die Liste sagt das dann ausdrücklich, statt eine Zahl zu zeigen. Zu beheben unter Beziehungstypen, indem beide dieselbe Stufenliste tragen.

Achtung beim Umsortieren: die Reihenfolge der Stufen ist ihre Bedeutung. Wer sie ändert, ändert rückwirkend jede Deckungsaussage im Mandanten. Umbenennen ist harmlos, Umsortieren nicht.

Dann fehlt oft die Rolle, nicht die Person. Aus einem Bedarf ohne passende Rolle lässt sich eine neue ableiten — geführt, damit dabei keine Sammelrolle ohne Zweck entsteht.