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Bedarf & Ressourcenplanung

Ein Bedarf sagt, was ein Vorhaben oder der laufende Betrieb braucht: wie viel Kapazität, in welchem Zeitraum, für welche Tätigkeiten und mit welchem Können.

Vorher gab es nur eine Zahl: „für dieses Projekt sind 120 Stunden geplant”. Woher der Aufwand kommt, was dafür gekonnt werden muss und ob überhaupt jemand dafür da ist — das stand nirgends. Der Bedarf schließt genau diese Lücke und macht eine Kette sichtbar:

Bedarf (was gebraucht wird) → Plan (wer davon wie viel übernimmt) → Deckung (was offen bleibt).

Daneben, bewusst getrennt, läuft die Aufwandserfassung weiter: sie sagt, was tatsächlich gearbeitet wurde. Beides zu vermischen wäre bequem und falsch — geplante Kapazität und erfasste Arbeitszeit sind verschiedene Aussagen mit verschiedenen Folgen.

Aus zwei Quellen von gleichem Rang:

  • aus einem Vorhaben — einer OKR oder einem Projekt. Befristet, mit einer Gesamtmenge.
  • aus der gewöhnlichen, täglich anfallenden Wertschöpfung — einem Wertstrom, der bedient werden muss, oder einer Rolle, die dauerhaft ausgefüllt sein will. Laufend, mit einer Menge je Periode.

Der zweite Fall ist in den meisten Organisationen der größere. Eine Planung, die nur Vorhaben kennt, verplant den laufenden Betrieb ein zweites Mal — mit dem bekannten Ergebnis, dass Projekte scheitern, „weil das Tagesgeschäft dazwischenkam”. Mehr dazu: Laufender Betrieb und Vorhaben.

AngabeBedeutung
ArtLaufender Betrieb oder Vorhaben — sie entscheidet, welche Mengenangabe gilt
MengeGesamtstunden (Vorhaben) oder Stunden je Periode (laufend)
ZeitraumGültig ab, und bei Vorhaben auch gültig bis
TätigkeitenWas zu tun ist — meist über eine geforderte Rolle
KompetenzenWas dafür gekonnt werden muss, mit Mindeststufe
Wer darf deckenMensch, KI-Agent, oder beides

Die drei Achsen des Bedarfsprofils — Tätigkeit, Können und Verfügbarkeit — sind unter Das Bedarfsprofil — drei Achsen beschrieben.

Angelegt und beschrieben werden Bedarfe in der Bedarfsliste: Sidebar „Bedarfe” → „Neuer Bedarf”. Der Klickweg und die Pflichtfelder je Art stehen unter Bedarf. Im Cockpit werden Bedarfe nur zugewiesen — dort gibt es bewusst keinen Anlege-Weg.

Auf der Detailseite eines Bedarfs zeigt die Karte Deckung je Periode drei Zahlen: Bedarf, Geplant und Offen. Sie wird gerechnet, nicht gespeichert — eine gespeicherte Deckungszahl wäre die erste, die niemand mehr nachzieht.

„Nicht bezifferbar” ist keine Null. Fehlt einem Bedarf das Startdatum oder die Mengenangabe, sagt die Karte das ausdrücklich, statt eine Linie auf der Nulllinie zu zeichnen. Das kann vorkommen, weil das Schema des Entitätstyps dem Mandanten gehört und Felder verlieren kann — siehe JSON-Schema für Entitätstypen.

  • Keine Zeiterfassung. Ein Bedarf sagt, was gebraucht wird, nicht was jemand gearbeitet hat.
  • Keine Überwachung. Auslastung ist eine Planungs-, keine Kontrollansicht.
  • Keine automatische Zuteilung. Das System schlägt vor und begründet; entschieden wird von Menschen.

rALPH kann die Bedarfsplanung lesen — mit denselben Rechten wie du. Vier Fragen beantwortet er direkt:

FrageWas er zurückgibt
„Was ist noch offen?”den Arbeitsvorrat, bei laufenden Bedarfen periodengenau
„Wie gedeckt ist Bedarf X?”Bedarf, Plan und Offen je Periode
„Wer könnte das übernehmen?”Kandidaten auf allen drei Achsen, mit Begründung
„Was ist gekippt?”gesunkene Deckung ohne Planänderung — nur mit demand:report

Zwei Dinge, die dabei bewusst gelten:

  • Er ist kein bequemerer Weg an der Zugriffskontrolle vorbei. Was du in der Oberfläche nicht siehst, nennt er auch nicht; fehlt dir das Auswertungsrecht, sagt er das, statt zu antworten.
  • Er rechnet nicht selbst. Er ruft dieselbe Auswertung auf wie die Oberfläche — sonst bekämst du je nach Weg eine andere Zahl, und beide sähen plausibel aus.

Anlegen kann er einen Bedarf ebenfalls, aber nur als Entwurf: er durchläuft den Freigabemodus wie jede andere Änderung.