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Duplikate & Replikate

Zwei Wege, eine bestehende Entität wiederzuverwenden — mit einem wichtigen Unterschied:

  • Duplikat — eine neue, unabhängige Kopie. Änderungen am Original wirken sich nicht auf die Kopie aus.
  • Replikat — dieselbe Entität, zusätzlich in einem weiteren Kontext platziert. Es entsteht kein neues Objekt; Änderungen am Original wirken überall.
  1. Öffne die Detailansicht der Entität.
  2. Im Normalmodus öffnest du das Drei-Punkte-Menü und wählst „Duplizieren”; im Expertenmodus klickst du direkt den Kopier-Button im Kopfbereich.
  3. Es entsteht ein vorausgefüllter Erstellungs-Entwurf (Toast „Duplikat-Draft erstellt”). Der Name ist mit „Kopie von” vorangestellt.

Duplizieren & Replizieren im Detail-Kopf

Der Entwurf durchläuft den normalen Ablauf — siehe Drafts – Entwürfe und Freigabe-Modi. Nach der Freigabe ist die Kopie eine eigenständige Entität ohne Verbindung zum Original.

  1. Wähle in der Detailansicht „Replizieren in…”.
  2. Im Dialog suchst und wählst du die Ziel-Entität, in der dieses Element als Replikat erscheinen soll. Die Auswahl erscheint als „Ziel: ”.
  3. Bestätige mit „Replizieren”.

Ziel-Auswahl im Replizieren-Dialog

Technisch entsteht dabei eine BELONGS_TO-Beziehung, die als Entwurf sofort veröffentlicht wird (bei strengen Freigabe-Modi wartet sie auf Freigabe). Das Original erscheint danach zusätzlich im Ziel-Kontext.

Ein Ziel, in das schon repliziert wurde, ist als solches markiert und lässt sich nicht ein zweites Mal wählen. Im Szenario-Modus ist Replizieren gesperrt — es würde sofort veröffentlichen. Kennt dein Mandant keinen BELONGS_TO-Typ, nennt der Dialog das als Grund, statt den Knopf stumm zu deaktivieren.

Auch beim Anlegen. Handelt es sich bei der Quelle um eine Vorlage, brauchst du ihre Detailseite gar nicht: der Anlege-Dialog fragt nach der Wahl einer Vorlage direkt, ob ein Duplikat oder ein Replikat daraus werden soll. Siehe Vorlagen (nicht assoziierte Entitäten).

Auf der Quell-Entität listet die Sektion „Repliziert in” jeden Kontext, in den repliziert wurde. Pro Eintrag kannst du über „Personen zuweisen” festlegen, wer die Rolle in genau diesem Kontext ausfüllt.

Wählbar sind nur Personen, die das Original ohnehin ausführen (via EXECUTES). Gibt es keine, bleibt die Auswahl leer.

Im Explorer und in der Rollen-Kreis-Ansicht trägt ein Replikat eine kleine Marke an der oberen linken Ecke — zwei übereinanderliegende Blätter. Ein so markiertes Kästchen ist keine eigene Entität, sondern die gespiegelte Original-Entität — das Original lebt an anderer Stelle, und Änderungen dort wirken auch hier. Fährst du die Marke an, nennt sie ihre Bedeutung im Klartext.

Dazu kommen, wo Platz dafür ist, eine feine diagonale Streifen-Textur und ein gestrichelter Rahmen. Beide sind Zugabe, nicht Träger: trägt der Entitätstyp eine konfigurierte Knoten-Textur, belegt sie denselben Kanal wie die Replikat-Streifen — die Streifen entfallen dann. Früher hing die Aussage an genau diesen Knoten allein am Rahmen, und ein gestrichelter Rahmen heißt an anderen Stellen etwas anderes (siehe Verbindungen und Umrisse). Die Eckmarke liegt außerhalb der Fläche und wird von nichts verdeckt.

Enthält eine Ansicht Replikate, erklärt die Legende den Marker und macht ihn zugleich filterbar: ein Klick blendet alle Replikate ab (sie bleiben stehen und treten nur zurück). Gibt es keine Replikate, erscheint der Eintrag gar nicht erst.

Ein Replikat ist nur eine Beziehung. Du entfernst es wie jede andere Beziehung (über die Beziehungs- bzw. Graph-Bearbeitung) — das durchläuft ebenfalls den Entwurfs-Ablauf. Die Entität selbst bleibt dabei bestehen.

Ein Replikat ist dieselbe Entität — aber manches gilt nur dort. Eine Rolle kann in einem zweiten Kreis eine zusätzliche Verantwortlichkeit tragen, ohne dass sie überall gilt.

  1. Öffne die Detailansicht der replizierten Entität.
  2. Unter „Repliziert in” findest du je Kontext den Knopf „Ergänzungen bearbeiten”.
  3. Trage die zusätzlichen Einträge ein und speichere.

Ergänzen ja, überschreiben nie. Angeboten werden ausschließlich die Listenfelder deines Entitätstyps — bei einem Text- oder Zahlenfeld gäbe es kein „ergänzen”, sondern nur „ersetzen”, und das ist ausgeschlossen. Die Werte des Originals stehen zur Orientierung daneben und lassen sich hier nicht anfassen.

Auf der Quellseite zeigt die Replikat-Zeile, wie viele Ergänzungen es je Kontext gibt. Auf der Zielseite — also auf dem Kreis oder der Organisationseinheit, in die repliziert wurde — findest du den Abschnitt „Hierher repliziert”. Klappst du dort einen Eintrag auf, siehst du Original und Ergänzung zusammengeführt: geerbte Werte schlicht, die hier ergänzten eigens markiert.

  • Duplikat — neue Kopie, unabhängig. Nutze es als Ausgangspunkt für etwas Ähnliches, das sich danach eigenständig entwickelt.
  • Replikat — dieselbe Entität, synchron in mehreren Kontexten. Nutze es für transversale Rollen, die in mehreren Bereichen sichtbar sein sollen, ohne sie doppelt zu pflegen.

Beide Wege gibt es an zwei Stellen: auf der Detailseite einer bestehenden Entität (dieser Seite) und im Anlege-Dialog, wenn du dort eine Vorlage wählst (Vorlagen (nicht assoziierte Entitäten)). Die Bedeutung ist an beiden Stellen dieselbe — ein Duplikat prefixt „Kopie von …” und nimmt Übersetzungen mit, ein Replikat legt nichts Neues an.