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Benachrichtigungen

In der Seitenleiste sitzt eine Glocke mit einem Zähler. Sie zeigt auf einen Blick, ob etwas auf dich wartet — ohne dass du dafür irgendeine Liste im Auge behalten musst.

Ein Klick öffnet dein persönliches Postfach: deine Benachrichtigungen, die neuesten oben, ungelesene hervorgehoben. Jeder Eintrag sagt, worum es geht, und führt per Klick direkt an die Stelle, an der du handeln kannst.

Das ist der Unterschied zu einer kurz eingeblendeten Meldung:

  • Wer zwei Wochen im Urlaub war, findet beim Zurückkommen vor, was passiert ist.
  • Wer den Browser oder das Gerät wechselt, sieht dasselbe Postfach.
  • Wer gerade nicht angemeldet war, erfährt es trotzdem.

Auf dem Dashboard gibt es dieselbe Liste zusätzlich als Kachel — sie ist von Anfang an für alle da und lässt sich wie jede andere Kachel verschieben oder entfernen.

Eine Benachrichtigung entsteht gar nicht erst für jemanden, der auf das betroffene Objekt keinen Zugriff hat. Es gibt also keinen Weg, über eine Benachrichtigung von der Existenz eines Objekts zu erfahren, das dir sonst verborgen bliebe.

AnlassWann
Offene EntscheidungEin Änderungsvorschlag wurde zur Entscheidung eingereicht und du gehörst zu den Betroffenen. Siehe Freigabe-Modi.
ErinnerungDie Entscheidung ist weiterhin offen. Sie hört auf, sobald du geantwortet hast.
Offener SammelvorschlagEin ganzes Szenario wurde als ein Antrag eingereicht. Du bekommst eine Meldung für das Paket, nicht eine je enthaltener Änderung.
Erinnerung an den SammelvorschlagDer Antrag ist weiterhin offen.
Beobachtetes Objekt geändertDu hast ein Objekt auf „Beobachten” gesetzt — siehe Objekte beobachten.
Du wurdest erwähntJemand hat dich mit @ in einem Feld genannt — siehe @-Mentions. Der Klick führt an die Stelle, nicht nur auf das Objekt.
Verbundenes Objekt geändertEin Objekt, das über eine Beziehung mit deinem verbunden ist, hat sich geändert. Welche Beziehungen das melden, legt die Verwaltung je Beziehungstyp fest — siehe Beziehungstypen.
Termin steht anEin als Termin gekennzeichnetes Datum an einem Objekt wird fällig — siehe Termine und Erinnerungen.
Termin überschrittenDer Termin ist verstrichen. Nach den eingestellten Nachfass-Stufen ist Ruhe.

Der Hinweis auf eine offene Entscheidung entsteht nur in den Freigabemodi Konsens und Konsent. Liberal und Highlander sind Schreibrechte, kein Freigabeverfahren — dort wartet niemand auf eine Entscheidung.

Unter Einstellungen → Benachrichtigungen legst du je Art fest:

  • Stumm — die Art entsteht gar nicht mehr, auch nicht im Postfach.
  • E-Mail — ob zusätzlich zum Postfach eine Mail rausgeht.
  • Tageszusammenfassung — statt vieler Einzelmails einmal am Tag eine Zusammenfassung.

Das Postfach selbst lässt sich nicht abschalten: es ist zugleich der Nachweis, was zugestellt wurde. Wer eine Art gar nicht möchte, schaltet sie stumm.

Alles erscheint in der Sprache, die du eingestellt hast — auch dann, wenn die Benachrichtigung Tage vorher entstanden ist und du die Sprache seither gewechselt hast.

Steht in einer Benachrichtigung „eine Rolle” statt eines Namens, konnte das betroffene Objekt gerade nicht aufgelöst werden — es wurde gelöscht, oder der zuständige Dienst ist nicht erreichbar. Der Eintrag bleibt lesbar; du siehst nie eine technische Kennung.

Der E-Mail-Versand ist je Mandant einzuschalten und standardmäßig aus. Ohne Mailserver funktioniert das Postfach vollständig weiter, es verlässt nur nichts das Haus. Darüber steht der Versandweg des Mandanten unter E-Mail-Versand: steht er auf „Kein E-Mail-Versand”, geht auch dann keine Benachrichtigung per Mail hinaus, wenn sie hier eingeschaltet ist — und jede Person sieht auf ihrer Benachrichtigungsseite einen Hinweis darauf. Zusätzlich lässt sich festlegen, wie viel eine Mail verraten darf:

  • Nur ein Hinweis — „Es liegt etwas für Sie vor” plus Link, nie ein Objektname.
  • Inhalt nur bei internen Objekten (Voreinstellung) — bei höher eingestuften Objekten fällt die Mail auf den bloßen Hinweis zurück. Eine einmal versendete Mail lässt sich nicht zurückholen.
  • Immer mit Inhalt.

Mit dem Recht notifications:admin gibt es außerdem eine Übersicht der Zustellung: wer wurde wann worüber und auf welchem Weg informiert, was ist fehlgeschlagen. Der Text der Nachricht wird dabei nicht gespeichert und ist dort folglich auch nicht sichtbar.

Benachrichtigungen werden nach 90 Tagen gelöscht — Postfach-Eintrag und Zustellprotokoll gemeinsam, weil es dieselbe Zeile ist. Die Frist ist je Mandant einstellbar (Einstellungen → Aufbewahrung); 0 bedeutet unbegrenzt.

Auch ungelesene Einträge verfallen. Das ist Absicht: eine Benachrichtigung, die drei Monate ungelesen liegt, ist kein offener Punkt mehr — und der Anlass dahinter (etwa eine offene Entscheidung) lebt weiter und erinnert von selbst erneut.