Die Ressourcenplanung
Die Seite, auf der geplant wird. Bedarfe beschreiben ist Sache der Detailseite — zuweisen und den Überblick behalten passiert hier.
Drei Reiter, drei Fragen: Arbeitsvorrat („was ist offen?”), Auslastung („wer hat noch Zeit?”) und Gefährdet („was ist gekippt, ohne dass jemand etwas getan hat?”).
Arbeitsvorrat
Abschnitt betitelt „Arbeitsvorrat“Alle Bedarfe, für die noch nicht alles geplant ist. Die Liste ist so gebaut, dass sie arbeitsfähig bleibt:
- Laufende Bedarfe erscheinen nicht als Ganzes, sondern mit den Perioden, für die noch niemand eingeplant ist. Ein Betriebsbedarf ohne Enddatum stünde sonst für immer und unerledigt in der Liste — und eine Arbeitsliste, in der etwas nie verschwindet, wird nicht mehr gelesen.
- Abgeschlossene und verworfene Bedarfe fehlen. Der Status steuert das, nicht die Deckung.
- „Nicht bezifferbar” steht drin, aber ohne Stundenzahl. Diesen Bedarfen fehlt das Startdatum oder die Mengenangabe; sie brauchen jemanden, der das nachträgt — deshalb gehören sie in die Arbeitsliste, aber nicht als „0 offen”.
Auslastung
Abschnitt betitelt „Auslastung“Je Mitglied und Periode: wie viel geplant ist — laufender Betrieb und Vorhaben getrennt.
Die Trennung ist der Punkt. Zusammengezogen wäre die Zahl kürzer, aber die Frage „wie viel meiner Zeit bindet schon der Betrieb?” wäre nicht mehr beantwortbar — und genau daran scheitern Vorhaben.
Daneben steht die Kapazitätsseite, aufgeschlüsselt statt als eine Zahl: Grundlinie – abwesend – arbeitsfrei = verfügbar. Geplant wird gegen die verfügbare Menge, nicht gegen die vertragliche; wer nur die Grundlinie liest, überplant systematisch — das ist der häufigste Grund, warum Planungen im Dezember reißen. Woher die Grundlinie stammt, steht dabei (HR-Quelle, Feld an der Person, Mandanten-Norm), und der Weg zum Ändern führt auf das Mitglied: korrigiert wird dort, nicht hier. Siehe Kapazität — Grundlinie, Abzüge, verfügbar.
Mitglieder sind Menschen und KI-Agenten. Beide erscheinen in derselben Tabelle, erkennbar am Symbol. Ein Agent ist kein unbegrenzter Mitarbeiter: er zeigt zwei Balken — Durchsatz und Budget — und die Ansicht markiert, welche Grenze zuerst greift (KI-Agenten haben Grenzen).
„Grenze nicht hinterlegt” ist kein „unbegrenzt”. Fehlt die Kapazität eines Mitglieds, sagt die Ansicht genau das und behauptet keine Grenze. Eine erfundene Bezugsgröße wäre schlechter als keine: sie erzeugt eine Prozentzahl, die überzeugend aussieht und nichts bedeutet.
Zuweisen — einzeln und als Serie
Abschnitt betitelt „Zuweisen — einzeln und als Serie“Der Weg dorthin führt über die Kandidatenliste: neben jedem Vorschlag steht „Zuweisen”
(nur mit demand:plan). Der Dialog belegt die noch offenen Perioden vor und schlägt als
Menge die größte offene Lücke vor; beides lässt sich ändern.
Beim Zuweisen trägst du Stunden je Periode ein; ein sinnvoller Vorschlag steht schon da. Für laufende Bedarfe gibt es die Serie: „20 h/Monat für zwölf Monate” in einem Zug, und eine bestehende Serie lässt sich fortschreiben. Ohne das wird jede Monatswende zur Tipparbeit, und eine Planung, die man Monat für Monat neu eintippt, verrottet nach dem zweiten Monat. Eine Serie ist wiederholbar, ohne zu verdoppeln.
Überbuchung wird gewarnt, nicht verboten. Wer jemanden über die verfügbare Kapazität hinaus einplant, sieht das deutlich — und darf es trotzdem tun. Ein hartes Verbot verschiebt die Entscheidung nur in eine Tabelle außerhalb des Systems, und dort sieht sie niemand mehr.
Gefährdet
Abschnitt betitelt „Gefährdet“Bedarfe, deren Deckung gesunken ist, ohne dass jemand am Plan etwas geändert hat. Die Ursache liegt dann auf der Kapazitätsseite: jemand ist ausgefallen, eine Abwesenheit kam dazu, ein Beschäftigungsgrad hat sich geändert.
Diese Unterscheidung ist der ganze Wert des Reiters. Eine gesunkene Deckung nach einer Planänderung ist normal — man hat ja gerade etwas geändert. Eine gesunkene Deckung ohne Planänderung ist ein Ereignis, von dem sonst niemand erfährt, bis das Vorhaben reißt.
Damit die Frage „wann ist das gekippt?” beantwortbar bleibt, wird die verfügbare Kapazität täglich festgehalten. Der Verlauf zeigt den Einbruch als Knick, nicht nur den neuen, niedrigeren Stand — rückwirkend ließe sich das nicht herstellen.
Was diese Seite nicht ist
Abschnitt betitelt „Was diese Seite nicht ist“Die Auslastung ist eine Planungs-, keine Kontrollansicht. Sie zeigt Planwerte, nicht Arbeitszeit. Wer wissen will, was tatsächlich gearbeitet wurde, schaut in die Aufwandserfassung — und das ist bewusst eine andere Seite mit anderen Rechten.
Wer was darf
Abschnitt betitelt „Wer was darf“| Recht | Was es erlaubt |
|---|---|
| (keins) | die eigenen Zuweisungen sehen — worauf man selbst geplant ist |
demand:plan | Mitglieder zuweisen, Serien anlegen und lösen |
demand:report | fremde Zuweisungen und die Auslastung anderer sehen |
Für Arbeitszeiten gibt es bewusst kein eigenes Recht: sie sind ein Personendatum und laufen über die Rechte am Personendatensatz.
Verwandt
Abschnitt betitelt „Verwandt“- Bedarf & Ressourcenplanung — Bedarf, Plan und Deckung im Überblick
- Laufender Betrieb und Vorhaben — Warum laufende Bedarfe nie „fertig” sind
- Das Bedarfsprofil — drei Achsen — Wonach ein Mitglied zu einem Bedarf passt
- Kapazität — Grundlinie, Abzüge, verfügbar — Grundlinie, Abzüge, verfügbare Kapazität
- Abwesenheiten — Was von der Grundlinie abgeht
- KI-Agenten haben Grenzen — Warum ein KI-Agent zwei Grenzen hat
- Aufwandserfassung — Die Ist-Seite