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Szenarien und Sammelvorschläge

Ein Szenario bündelt zusammengehörige Änderungen. Statt zwanzig Entwürfe einzeln durch die Liste zu schieben, planst du sie gemeinsam, siehst sie gemeinsam und entscheidest sie gemeinsam.

Typische Anlässe: eine Reorganisation, die Rollen verschiebt und Personenzuordnungen ändert. Ein Import, der hunderte Datensätze anlegt. Ein Vorschlag des KI-Assistenten, der mehrere Objekte auf einmal betrifft.

In der Seitenleiste der Entwürfe-Seite legst du mit + ein Szenario an. Es füllt sich auf vier Wegen:

  • Szenario-Modus — über das Menü am Szenario einschalten. Solange er läuft, landet jeder neu entstehende Entwurf automatisch darin, und einzelnes Veröffentlichen ist gesperrt. Ein Banner am oberen Rand erinnert daran; über Beenden steigst du wieder aus.
  • Nachträglich zuordnen — Entwürfe in der Liste auswählen und über die Werkzeugleiste einem Szenario zuweisen.
  • Beim Import — der CSV-Import kann seine Entwürfe direkt in ein neues oder bestehendes Szenario legen.
  • Durch rAlph — legt der KI-Assistent mehr als einen Entwurf an, fasst er sie von sich aus in einem Szenario zusammen.

Die Entwürfe-Seite mit der Szenario-Seitenleiste und einem eingereichten Sammelvorschlag

In der Seitenleiste steht der Name jedes Szenarios, daneben die Zahl seiner Änderungen. Ein Pfeil-Symbol markiert die Szenarien, über die gerade entschieden wird.

Solange ein Szenario nur gesammelt wird, ist es ein Planungswerkzeug. Über Zur Entscheidung einreichen wird daraus ein Antrag: eine Betroffenenmenge, eine Abstimmung, ein Ergebnis für alle enthaltenen Änderungen.

Was beim Einreichen passiert:

  • Es gilt der strengste Freigabe-Modus aller enthaltenen Entitätstypen. Sonst wäre ein Sammelvorschlag ein Weg, die strengste Regel zu umgehen — man packt die heikle Änderung einfach zu einer harmlosen dazu.
  • Betroffen ist, wen irgendeine der Änderungen betrifft. Die Kreise der einzelnen Entwürfe werden zusammengelegt, nicht geschnitten: gerade wer nur von einem Teil des Pakets berührt ist, hat den stärksten Grund, gefragt zu werden.
  • Jede betroffene Person bekommt eine Benachrichtigung — nicht eine je enthaltener Änderung.
  • Die enthaltenen Entwürfe lassen sich ab jetzt nicht mehr einzeln einreichen oder freigeben. Ohne diese Sperre wäre die gemeinsame Entscheidung mit zwei Klicks daran vorbei erledigt.

Betroffene sehen den Antrag über der Entwurfsliste des Szenarios: wer entscheidet, wer schon geantwortet hat, und — wo eine Beschlussfähigkeit eingestellt ist — wie viele Rückmeldungen noch fehlen. Die eigene Entscheidung wird dort abgegeben; ein Einwand oder eine Ablehnung braucht eine Begründung.

Ein Einwand bringt den ganzen Antrag zu Fall — samt aller enthaltenen Änderungen, auch der unstrittigen. Das ist die gewollte Bedeutung von „als Ganzes entscheiden”: niemand stimmt versehentlich einem Paket zu, aus dem hinterher der strittige Teil herausgelöst wurde, und niemand bekommt elf von zwölf Änderungen, die zusammen gedacht waren.

Der Antrag geht damit an die einreichende Person zurück. Sie kann ihn überarbeiten und neu stellen — dann beginnt die Abstimmung von vorn, denn die alten Stimmen galten einem anderen Stand.

Ist die Entscheidung gefallen, wendet Alle veröffentlichen die Änderungen an. Vorher prüft roleALPHA alles, was sich vorab prüfen lässt — die Freigabe und die Änderungsgrundlage jeder einzelnen Änderung. Steht auch nur einer davon etwas im Weg, wird nichts angewendet, und die Meldung nennt die Zahl der blockierenden Änderungen und den Grund.

Eine Grenze bleibt: eine Prüfung, die erst nach dem Schreiben möglich ist (etwa eine Validierungsregel über Beziehungen), kann eine einzelne Änderung noch zurückrollen, während die anderen stehen. Das steht dann in der Fehlerliste.

  • Kein Zwang. Ein Szenario, das du nicht einreichst, verhält sich wie immer: planen, sammeln, gesammelt veröffentlichen.
  • Kein Teilbeschluss. Einzelne Elemente lassen sich aus einem laufenden Antrag nicht herauslösen.
  • Keine Frist. Ein Antrag bleibt offen, bis entschieden ist; erinnert wird zyklisch.